Wie tief hängen Sie mit drin?

Die Rüstungsunternehmen gehören auch deutschen Sparer*Innen. Sind Sie dabei?

Krieg in Syrien, Krieg im Jemen und nun die Militäroffensive des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Norden Syriens. Es wird geschossen, es wird getötet und es wird gestorben. Wir wollen Ihnen heute zeigen, wer damit blutiges Geld verdient. Denn deutsche Waffen sind nach wie vor ein echter Verkaufsschlager und deren Hersteller machen es sich in den Investmentdepots unbemerkt in wohlklingenden Investmentfonds gemütlich. Denn wer kann schon ahnen, dass man am Krieg verdient, wenn man in einen Investmentfonds investiert, der „Trendconcept-Universal-Fonds-Aktien-Europa“ oder „Lupus alpha Smaller German Champions“ heißt. 

„German Champions“ und „Trend Concepts“. Das ist das, was auf der Verpackung steht. Wenn Sie die Zutaten kennen wollen, dann müssten Sie schon genauer hinsehen oder nachfragen. 

Zu den Fakten: Laut Rüstungsexportbericht der Bundesregierung gehörten in 2018 vor allem Saudi-Arabien, Jordanien und der Katar zu den Importeuren deutscher Waffentechnik. Jordanien erhielt zum Beispiel 25 Schützenpanzer des Typs „Marder“ des deutschen Unternehmens und MDAX-Wertes „Rheinmetall“ aus Düsseldorf. Der Rüstungsexportbericht für 2019 liegt natürlich noch nicht vor. Doch vor wenigen Tagen war bereits auf tagesschau.de zu lesen, dass hier mit neuen Exportrekorden zu rechnen ist. Die eingangs beschriebenen Eskalationen dürften die Auftragsbücher von deutschen Unternehmen weiter füllen.

Doch Unternehmen wie Rheinmetall müssen nicht alles exportieren. Auf Seite 10 des sogenannten Nachhaltigkeitsberichtes von 2017 des Unternehmens sieht man, dass Rheinmetall Defence auch in der türkischen Hauptstadt oder in Abu Dhabi selbst „präsent“ ist.

Man kann sich darüber beklagen, dass die Bundesregierung Exporte an Kriegsparteien genehmigt, doch wem gehört eigentlich Rheinmetall? Wer sind die Gesellschafter*Innen und die Investor*Innen? Wer verdient an diesem blutigen Geschäft? Wir zeigen Ihnen genau die Investor*Innen, die in Deutschland Geldanlagen und Altersvorsorgeprodukte an Privatkund*innen vermitteln:

BlackRock Inc. 3,14 %
DWS Investment GmbH 3,03 %
Deka Investment GmbH 2,88 %

Stand 10.10.2019 Quelle

Black Rock gehört zu den größten Anbietern sogenannter ETF’s, die sich aufgrund geringerer Gebühren zunehmender Beliebtheit bei PrivatanlegerInnen erfreuen. Die Fondsmanager der Deutschen Bank (DWS) und der Sparkassen (Deka) sind ebenfalls an Bord. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 5 Mrd. € gehören also mindestens 450 Mio. € Personen, die bei BlackRock, der Deutschen Bank und der Sparkasse Geld in Investmentfonds angelegt haben. Wir haben berechtigte Zweifel, ob den Anleger*innen und Investor*innen genau das klar ist, wenn sie sich am Abend über die verantwortungslose Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung wundern oder sogar ärgern. Die Aufzählung ist nicht abschließend, da nur die größten Investor*innengruppen leicht zu ermitteln sind.

Unser Bewusstsein bestimmt nicht nur die eigene Zukunft. Machen Sie sich bitte bewusst, wem Sie Ihr Geld anvertraut haben. Wie ihr Geld wirken soll und welche Geschäftsmodell Sie ausschließen wollen. Vertrauen Sie Ihr Geld nur Geldhäusern an, die klare, verbindliche Ausschlusskriterien formulieren und sich extern überprüfen lassen. Wir beraten Sie gern und versprechen, dass es keine Rüstungsinvestments braucht, um ein Vermögen anzusparen oder zu erhalten.

 

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