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Engagement absichern – Engagement ermöglichen

Versicherungen für NGOs, Vereine und Stiftungen

© Foto: Maria Klenner – Mare Liberum

Zu helfen bedeutet manchmal, sich selbst in Gefahr zu begeben. Das gilt für Ärztinnen und Ärzte, die sich auf den Weg in Krisengebiete machen und dort Menschen behandeln, die sonst keine Behandlung erhalten würden. Das gilt auch für Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer, die in den ärmsten Ländern der Welt Projekte entwickeln, die Hoffnung geben und Perspektiven schaffen.

Aber dieses Engagement ist nur möglich, wenn es Versicherungen gibt, die auch die damit einhergehenden Risiken abdecken. Die meisten – das ist leicht vorstellbar – verlangen dafür besonders hohe Prämien oder winken gleich ganz ab. Bei fairvendo machen wir uns immer wieder auf die Suche, um für Kunden Versicherungen zu finden, die das Helfen ermöglichen. Und zum Glück gibt es Anbieter, die genau dort beginnen, wo andere längst aufgegeben haben.

Wenn Helfer Sicherheit brauchen

Das Versicherungsprodukt „Battleface“ deckt zum Beispiel Risiken für Rettungskräfte ab, die in Afghanistan, dem Irak oder Libyen aktiv helfen – also dort, wo es keine Sicherheit mehr gibt, weder für die Helfenden noch für diejenigen, die Hilfe benötigen. Die Versicherung sorgt hier zumindest für die finanzielle Absicherung der Versicherten und ihrer Angehörigen. Sie übernimmt die Kosten für Notfallevakuierungen, medizinische Behandlungen, Gepäckverlust, Diebstahl sowie dauerhafte Beeinträchtigung durch Verletzungen.

Nicht zuletzt deckt sie auch persönliche Haftungsrisiken ab – für Helfer mindestens genauso entscheidend. Denn wer kann bei so gefährlichen Einsätzen schon garantieren, dass nicht einmal ein Fehler passiert und ein Haus, ein Auto oder sogar ein Mensch zu Schaden kommt? Für uns ist es das humanitärste Versicherungsprodukt der Welt, weil es ein wichtiges Anliegen der Menschen absichert: Wer Hilfe braucht, der soll Hilfe bekommen.

Aber auch auf dem Mittelmeer wird Versicherungsschutz benötigt, wenn freiwillige Helfer versuchen, Menschen in überfüllten Flüchtlingsbooten vor dem Ertrinken zu bewahren. Ja, der Schutz wird nicht nur benötigt, sondern sogar gefordert: Ein Rettungsboot darf nur betrieben werden, wenn es über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügt. Doch je aufgeheizter die politische Diskussion, desto mehr Versicherer befürchten Imageschäden, wenn sie zivile Rettungskräfte versichern. Was, wenn Kunden erfahren, dass man ein Rettungsschiff versichert hat, das Menschen vor Libyen oder in der Ägäis vor dem Ertrinken rettet?

Ein Schlauchboot wird zum Politikum

 

Zudem sind die Versicherungsrisiken hoch und die finanziellen Erträge wenig attraktiv. Kein Wunder, dass Makler und Versicherungsunternehmen zwar gern bestätigen, sie fänden die Arbeit der Retter wichtig und unterstützten sie ideell auf jeden Fall, dann aber doch lieber kein Angebot für eine Police schicken. Der Verein aus Berlin betreibt ein Schiff in der Ägäis. Dort, wo täglich Menschen ihr Leben riskieren, um die griechischen Inseln zu erreichen, führt er Menschenrechtsbeobachtungen durch. Über fairvendo wollte Mare Liberum die notwendige Haftpflichtversicherung für das Rettungsschlauchboot abschließen.

 

Doch stießen wir auf Schwierigkeiten. „Sie müssen das verstehen“, erklärte uns der Underwriter des renommierten Versicherers, bei dem das Schiff in den Jahren zuvor versichert worden war. „Unser Vorstand hat entschieden, dass wir das in diesem politischen Umfeld nicht mehr tragen können.“ Was nun? Ohne Haftpflichtversicherung keine Erlaubnis, mit dem Schiff abzulegen. Und ohne Erlaubnis kein Einsatz.

Arbeitszeit spenden

Also recherchierten und suchten wir anderswo. Es dauerte eine Weile, aber wir konnten eine Versicherungsgesellschaft finden, die es dem Verein ermöglichte, mit der Arbeit zu beginnen – und sie sitzt in Bayern. Was wieder einmal zeigt, dass überall in Deutschland Menschen mit Haltung arbeiten, die Engagement ermöglichen, auch wenn es manchmal einfach darum geht, es zu versichern.

Wir sind stolz, dass fairvendo das Schlauchboot und das Mutterschiff von Mare Liberum inzwischen versichern konnte. Solche Anliegen bekommen bei uns besondere Aufmerksamkeit. Gorden Isler, Gründer und Geschäftsführer von fairvendo, erklärt: „Wenn wir ein Rettungsboot wie das Schlauchboot von Mare Liberum versichern, dann verdienen wir damit genau 9,63 €. Wir machen das, weil dieses Schlauchboot fahren muss. Die Zeit, die wir dabei investieren, ist deshalb sehr gut angelegt und wird von uns wie eine Spende betrachtet. Wir haben größten Respekt vor den Helferinnen und Helfern im zentralen und östlichen Mittelmeer. Kunden und Kollegen von uns waren selbst schon in solchen Einsätzen.“

 

Mare Liberum unterstützen

Sie können sich über die Arbeit von Mare Liberum auf der Website des Vereins informieren. Dort finden Sie auch Informationen darüber, wie Sie ihn unterstützen können.