Versicherungsgesellschaften machen sich auf den grünen Weg

Welche Versicherer entwickeln nachhaltige Versicherungsangebote?

Versicherungen sind weltweit das größte Sammelbecken für Kapitalanlagen. Gleichzeitig sind sich die wenigsten Versicherungsnehmer*innen darüber bewusst, wie sehr sie mit ihren Beiträgen Klimapolitik, Beschäftigungslage und Friedensverhandlungen beeinflussen können.  Allein die 460 Mitglieder des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verwalteten 2018 einen Kapitalbestand von 1,7 Billionen Euro, das ist rund das Fünffache des Bundeshaushalts desselben Jahres. Während beim Versicherungsnehmer das Interesse zwischen Beitragszahlung für die Lebensversicherung und Kapitalanlage noch bestehen mag, verliert es sich bei Schaden- und Unfall-Versicherungen gänzlich. Dabei kommen auch hier riesige Kapitalbeträge zusammen. Im Jahr 2018 flossen an Beitragszahlungen allein bei den GDV-Mitgliedsunternehmen 7,9 Mrd Euro in die Privathaftpflichtversicherung, 3,1 Mrd Euro in die Hausratversicherung und 28 Mrd Euro in die KFZ-Versicherung – Tendenz steigend.

Erste Versicherungsunternehmen stellen sich nun den klimatischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und entwickeln Produkte – teilweise in eigens dafür gegründeten Tochterunternehmen – die ausschließlich in nachhaltige Kapitalanlagen investieren. Dafür folgen sie ökologischen und sozialen Kriterien, die sie in Positiv- und Negativlisten festlegten oder zu denen sie sich als zertifiziertes Unternehmen verpflichteten. Mit Blick auf die Erreichung der Pariser Klimaziele von 2015 beauftragte zudem die EU-Kommission 2018 eine Expertenrunde für die Ausarbeitung eines europäischen Standards für grüne Anleihen.

Das ESG-Siegel schafft Klarheit

Bis es soweit ist, gilt auch in Europa das globale ESG-Siegel als Standard (Environment Social Governance). Dieses existiert hier bereits in über zwanzig verschiedenen Versionen. ESG-zertifizierte Unternehmen und ihre Berater gehen den zentralen Fragen nach, wie „Wohin fließen die gezahlten Beiträge, für die als Gegenleistung ein erworbenes Finanzprodukt oder eine Dienstleistung angelegt wird?“ und „Welche sozialen und ökologischen Konsequenzen ergeben sich aus den Kapitalanlagen?“ Sie sind dazu angehalten, Ihr umfangreiches Wissen über die Risikovorsorge mit grünen Produkten und Blick auf den Klimawandel aktiv in die Privathaushalte und Firmen einzubringen.

Die Versicherungsprodukte, die sie empfehlen, gehen oftmals über die Kriterienlisten hinaus. Sie tragen nach einem Schadensfall bei der Wiederbeschaffung die Mehrkosten für effizient-nachhaltige Produkte mit. Bessergrün oder Pangaea Lifeeine Tochter der „die Bayrische“, unterstützen darüber hinaus aktiv Projekte für Nachhaltigkeit und kooperieren mit Umwelt- und Naturschutzorganisationen oder lassen pro abgeschlossenem Vertrag Bäume pflanzen. Für all jene, die die Welt ein wenig besser machen wollen, lohnt es sich auf jeden Fall ihre Sachversicherungen unter diesen Aspekten zu überprüfen und sich mit den grünen Anbietern näher zu befassen, sowie gegebenenfalls auch die persönlichen Versicherungsberater darauf anzusprechen.

 

„Unser Bewusstsein bestimmt nicht nur die eigene Zukunft. Machen Sie sich bitte bewusst, wem Sie Ihr Geld anvertraut haben, wie ihr Geld wirken soll und welche Geschäftsmodell Sie ausschließen möchten.“

Gorden Isler

Geschäftsführer und Gründer

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