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„Genießen sollte man nicht aufschieben.“

Uwe Scholz, neuer Geschäftsführer von fairvendo Immotions, im Interview

Seit Juli 2018 hat fairvendo Immotions, die Baufinanzierungssparte von fairvendo, einen neuen Geschäftsführer. Hier erzählt Uwe Scholz über seine Erfahrungen im Finanzierungsgeschäft, den Stellenwert von Fairness und den Genuss, einen alten BMW zu fahren.

Herr Scholz, was haben Sie gemacht, bevor Sie zu fairvendo kamen?

Ich bin ehemaliger Banker. Nach 21 Jahren im Bankgeschäft bin ich ausgestiegen, und seitdem widme ich mich mit einem Partner zusammen eigenen Immobilienprojekten. Wir kaufen Immobilien in Hamburg und der Ostseeregion und modernisieren, bauen um oder planen auch schon mal ganz neu. Ich bin dabei für die Finanzierungen zuständig. Das Gleiche tue ich außerdem für ein, zwei andere Hamburger Projektentwickler: Auch bei denen kümmere ich mich um die Projektfinanzierungen.

In diesem Zusammenhang ist es immer wieder vorgekommen, dass mich auch Enderwerber nach Finanzierungen gefragt haben. Und weil ich nach so vielen Jahren in der Bank auf ein solides Netzwerk im Bankenbereich zurückgreifen kann, habe ich den Kunden diese Finanzierungen dann vermittelt.

Genau da kommt jetzt fairvendo Immotions ins Spiel. Denn dieser Unternehmensbereich kümmert sich um die Finanzierung von Wohneigentum. Als ich fairvendo kennengelernt habe, dachte ich sofort: Oh, das passt ja! Über fairvendo kann ich künftig die Anfragen für private Finanzierungen abwickeln. Umgekehrt profitiert fairvendo natürlich auch von den Immobilien, die ich im Moment im Bau habe, weil die mit angeboten werden können, wenn jemand eine Immobilie sucht oder Vermögen anlegen möchte. Das ist ein Geben und Nehmen.

Das heißt, Ihr Projektentwicklergeschäft führen Sie weiter?

Ja, fairvendo ist für mich das dritte Standbein neben meinen eigenen Immobilienprojekten und der Betreuung weiterer Projektentwickler. Das hat natürlich auch Vorteile für die Kunden, weil ich nicht darauf angewiesen bin, Verträge abzuschließen, koste es, was es wolle. Wenn jemand zu mir kommt und eine Finanzierung will, bei der ich schon sehen kann, dass in fünf Jahren die Zwangsversteigerung ansteht, dann kann ich zu ihm sagen: „Hör zu, was du da willst, das kann und möchte ich nicht verantworten.“

Das Schöne bei fairvendo ist: Es geht hier eben nicht ums Verkaufen, Verkaufen, Verkaufen. Man legt Wert auf einen fairen Umgang, und das entspricht genau meiner Lebensphilosophie. Das war einer der Punkte, die mich angesprochen haben: In einem solchen Umfeld möchte ich gern arbeiten.

Außerdem fand ich das ehrenamtliche Engagement von Gorden Isler bei Hamburger mit Herztoll. Und als ich dann auch noch auf der fairvendo-Website auf das Thema Nachhaltigkeitgestoßen bin, da dachte ich: Das passt! Denn darauf achten meine Frau und ich auch im Privatleben: Wir kaufen möglichst bei regionalen Anbietern, wir gucken nach ökologisch angebauten und erzeugten Produkten, und wir nutzen konsequent den Einzelhandel vor Ort, statt im Internet zu bestellen.

Sie sind neuer Geschäftsführer von fairvendo Immotions. Was bedeutet das für die Kund*innen?

Immotions betreut bei fairvendo nach wie vor Privatkunden, die eine Immobilienfinanzierung brauchen: weil sie eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen möchten, weil sie selbst bauen oder weil sie bereits gekauft oder gebaut haben und eine Anschlussfinanzierung benötigen.

Ich habe dafür Zugriff auf zwei, demnächst drei Plattformen mit über 400 Banken, Versicherungen und Bausparkassen, über die ich Vergleiche einholen und die günstigsten Konditionen ermitteln kann. Aber gegenüber anderen Beratern habe ich einen entscheidenden Vorteil: meine persönlichen Kontakte zu Banken in Hamburg und Umgebung. Es gibt schließlich immer wieder Einzelfälle, die nicht nach Schema 08/15 laufen und daher von Maschinen nicht zutreffend beurteilt werden können. In solchen Fällen kann ich direkt mit Entscheidern sprechen und ihnen die genauen Umstände erklären.

 

Was treibt Sie denn persönlich an?

Vor allem der Wunsch, jede nur mögliche Minute mit meiner Familie zu genießen. Vor rund zehn Jahren fand ich mich in der Situation wieder, gegen den Tod zu kämpfen. Dass ich überlebt habe, ist eine Art medizinisches Weltwunder. Wenn man so etwas hinter sich hat, dann macht man nur noch, was wirklich Spaß macht, und man möchte sich nur noch mit Menschen umgeben, die einem auch guttun.

Ich habe das Glück, dass mein Beruf gleichzeitig mein Hobby ist. Arbeiten fühlt sich daher für mich nicht nach Arbeit an. Ich liebe es, Menschen gegenüberzusitzen und sie aus meiner Lebenserfahrung heraus zu beraten. Was ich in der Bank und danach alles schon erlebt habe! Das macht mich zum Praktiker, nicht zum Theoretiker.

 

Trotzdem kann ich auch Zeiten ohne Arbeit genießen. Wer Pech hat und mich immer zur falschen Zeit anruft, kann vielleicht sogar den Eindruck bekommen, dass ich ständig im Urlaub bin. Meine Frau und ich machen nämlich nicht wie die meisten anderen einmal im Jahr für zwei oder drei Wochen Urlaub. Nein, wir sind mal im August eine Woche weg, mal im September eine Woche, mal im April eine Woche. Das verstehen wir unter Genießen.

Ja, und im Alltag bedeutet es für mich großen Genuss, in einem meiner alten BMWs zu sitzen. Von denen habe ich vier – klassische Autos, die weltweit nur noch ganz selten auf der Straße fahren. Denn ich hatte immer den Traum, mir als Rentner ein altes Auto zu kaufen und damit Oldtimertouren mitzumachen. Aber das persönliche Schicksal hat mir gezeigt, dass man das Genießen lieber nicht bis ins Rentenalter aufschiebt. Wer weiß, ob man bis da kommt. Also lebe ich dieses Hobby einfach jetzt schon aus.