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Von der Tragödie am Horizont

Nachhaltigkeit in der Versicherung

„Die Tragödie am Hochizont“ nannte Marc Carney (Gouverneur der Bank of England) im September 2015 die Mutter aller Krisen. Eine Katastrophe, die uns scheinbar sicher erreichen, unsere Gesellschaft verändern und die Welt völlig umgestalten wird. Er meinte damit aber keinen Börsencrash, keine Anleihen- oder Immobilienblase. Er redete zu den großen Britschen Versicherern und meinte den Klimawandel.

Warum ich davon schreibe?

Der Klimawandel bedroht nicht nur Stabilität der Finanz- und Versicherungsmärkte. Er bedroht auch die Welt in der ich als Mensch mit Ihnen zusammenlebe und in der ich meine Tochter sicher aufwachsen sehen möchte.

In den kommenden Monaten werden wir regelmäßig das Thema Nachhaltigkeit in unseren Beiträgen einflechten. In diesem Beitrag soll es um die Begrifflichkeit selbst gehen. Woher kommt der Begriff Nachhaltigkeit?

Nachhaltig agierten bereits jene Urvölker, die ihren Ländern nicht mehr Ertrag abverlangten, als sie ihn hervorzubringen vermochten. Hanß Carl von Carlowitz schließlich entwickelte 1713 ein nachhaltiges, forstwirtschaftliches Bewirtschaftungskonzept und sprach zuerst von „nachhaltender Nutzung“. Im Prinzip geht es darum nicht mehr Holz zu ernten, als nachwachsen kann. Als Finanzberater würden wir Ihnen raten nicht mehr Geld auszugeben, als Sie besitzen. Das klingt so einfach und selbstverständlich. Die große Immobilienkreditkrise von 2009 oder die drohenden Staatspleiten der vergangenen Jahre zeigen uns jedoch, dass das eben doch gar nicht so einfach ist.

Der heutige Nachhaltigkeitsbegriff wurde 1983 durch die gemeinsame „Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“ der Vereinten Nationen geprägt. In Ihrem Abschlussbericht von 1987, dem sogenannten Brundtland-Bericht wurde erstmalig von Sustainability gesprochen. Der Begriff musste ins Deutsche übersetzt werden. So entstand der Begriff Nachhaltigkeit. Seit einer weiteren Konferenz der UN von 1992 spricht man dann von Nachhaltigkeit, wenn menschliches Handeln ökologischer Tragfähigkeit, sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Effizienz vereint.

In der Finanzwirtschaft macht der Marktanteil der Kunden von insgesamt 4 Nachhaltigkeitsbanken nur 0,2% an der Gesamtbilanzsumme aller Banken aus. Man kann zwar von enormen Wachstumspotentialen sprechen, aber das wird nicht ausreichen. Banken sind Versicherern damit aber ganze 4 Institute voraus. Es gibt keinen einzigen Nachhaltigkeitsversicherer. Dabei ist die Versicherungsbranche für die Bekämpfung des Klimawandelns systemrelevant! Hier liegen 1.5 Billionen €, die für Kunden treuhänderisch verwaltet und investiert werden. Die Aviva, die Allianz und die AXA haben sich bereits aus Kohle-Investments verabschiedet, aber das wird allein nicht reichen. Die Klimauhr tickt. Auf www.klimauhr.info nennt man den 31.10.2035. Der Tag an dem der globale Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius erreicht worden und eine Umkehr wohl unmöglich geworden ist.

Dieses Thema wird unser Unternehmen fortan weiterbewegen. Wir haben inzwischen Kompetenzen aufgebaut und können Ihnen zeigen, wie Sie klimaneutral investieren und Technologien bzw. Unternehmen fördern, für die ökologische Tragfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Effizienz in Einklang stehen. Die Renditen solcher Unternehmen stehen konventionellen Angeboten in nichts nach. Das richtige Produkt zu finden ist nicht einfach, aber es gibt sie bereits.

Erfahren Sie mehr dazu und nehmen Sie Kontakt zu mir auf.

Ein Beitrag von Gorden Isler

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