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Relationship-Management heißt Menschen verbinden

Im Interview: Andrea Kröger, Relationship Manager bei fairvendo

 

Andrea Kröger gehört seit Anfang 2018 zum fairvendo-Team. Wir haben nachgefragt, was sie dort genau tut und welche Themen ihr wichtig sind.

Frau Kröger, was macht eigentlich ein Relationship Manager?

Wenn ich gefragt werde, was mein Job ist, sage ich immer: Haupt-Kümmerin. Das heißt, ich kümmere mich um die Kundenbetreuung – nicht um die Beratung, das machen natürlich die Fachkolleginnen und -kollegen. Ich sorge dafür, dass die Kunden sich darüber hinaus gut bei uns aufgehoben fühlen.

Außerdem gehe ich zu Veranstaltungen, knüpfe Kontakte und schaffe selbst Anlässe, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Wir planen bei fairvendo eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu Themen, die unsere Kunden interessieren könnten. Das können klassische Vorträge oder Informationsabende über Finanzanlagen oder E-Mobilität sein, aber auch gemeinsame Ausflüge, vielleicht sogar mal zu einer Windkraftanlage. Natürlich soll das Thema Nachhaltigkeit dabei ganz vorne stehen.

Die ersten geplanten Veranstaltungen am 18. April drehen sich aber erst einmal um Datenschutz und Nachlassregelung, also Erbschaft und Testament.

Wie wird man denn „Haupt-Kümmerer“? Wie sah Ihr Weg zu fairvendo aus?

Ich habe in meinem Berufsleben schon einiges gemacht, aber es gab einen roten Faden: Mir hat es immer Spaß gemacht, mit Menschen zu arbeiten, sie zusammenzubringen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Angefangen hat das im Sozialversicherungsbereich. Ich habe viele Jahre bei verschiedenen Krankenkassen gearbeitet und etliche Stationen durchlaufen, aber schon da hat es mich am meisten zu den Aufgaben gezogen, die mit Messen, Kongressen und Trainings zu tun hatten – mit Menschen eben.

Nach dieser Phase war ich erst mal ausgiebig mit dem Rucksack unterwegs: zwölf Monate in Nord- und Südamerika, zwei Monate in Europa. Ich habe danach in England gelebt und gearbeitet, war Headhunterin und bin nach meiner Rückkehr nach Deutschland ins Profiboxgeschäft eingestiegen. Für verschiedene Boxpromoter habe ich organisiert, was anfiel: von Hotelbuchungen über Kampfverträge bis hin zu Absprachen mit den Verbänden. Das war eine spannende Zeit, in der ich zum Beispiel auch mit den Klitschko-Brüdern und Regina Halmich zusammengearbeitet habe.

Die folgenden Stationen haben mich immer näher an das herangeführt, was ich heute mache. Die Stelle im Mitgliedermanagement beim Business Club Hamburg zum Beispiel, wo ich Menschen miteinander verbinden konnte. Zu überlegen, wer was anbietet und wer genau so etwas sucht, hat mir richtig viel Spaß gemacht, und ich habe dort sogar einen Unternehmerinnenzirkel gegründet.

Als ich danach die Gelegenheit bekam, in einem Finanzunternehmen Veranstaltungen zu organisieren, Kontakte zu knüpfen und Menschen zusammenzubringen, habe ich für mich das erste Mal die Stellenbezeichnung Relationship Manager gewählt. Seitdem mache ich das, was ich am schönsten finde: mit anderen Leuten etwas auf die Beine stellen.

Welchen Stellenwert hat für Sie das Thema Nachhaltigkeit?

Einen supergroßen! Das war der Punkt, mit dem mich Gorden Isler überzeugt hat, zu fairvendo zu kommen: Als er mir erzählte, er wolle das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen, war klar, dass das genau mein Ding ist.

Ich habe mich schon vor 25 Jahren gefragt, warum die Leute Wein aus Neuseeland und Chile trinken, der um den halben Globus gekarrt wird. Aber als ich später einige Jahre in der Windkraftbranche gearbeitet habe, ist mir vieles noch viel bewusster geworden – auch dass wir alle dazu beitragen können, möglichst wenig Müll zu produzieren und die Umwelt zu schonen. Es fängt ja schon damit an, zum Einkaufen immer die eigene Tasche dabei zu haben oder zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Ich selbst erledige so viel wie möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad und unterstütze unter anderem Greenpeace und Campact.

Auf jeden Fall bin ich davon überzeugt, dass man im Privaten anfangen muss, damit Nachhaltigkeit irgendwann auch im Großen umgesetzt wird.

Und abgesehen davon: Wofür brennen Sie noch?

Für den FC St. Pauli! Als Dauerkartenbesitzerin stehe ich bei Heimspielen in der Gegengeraden und feuere mein Team auch schon mal bei Auswärtsspielen an.

Und wann immer ich Zeit habe, wandere ich durch die Welt. Mit dem Rucksack auf dem Rücken draußen zu sein, frische Luft und Bewegung zu haben und abends einfach ein frisch gezapftes Pils und eine Scheibe Brot mit Butter zu genießen – mehr Luxus muss nicht sein. Ich brauche diese Auszeiten in der Natur, weit weg von allen Leuten, um mich danach wieder ganz auf Menschen einlassen zu können.